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Er will im Moment keine feste Beziehung


Männer verlieben sich so häufig wie Frauen. Wenn es dann ernst wird mit der Beziehung machen sie sich manchmal rar oder sogar aus dem Staub und flüchten. Warum ist das so?


Manche Männer sind bindungsscheu. Ob aus der anfänglichen Verliebtheit wahre Liebe wird, hängt von der Lebensphase Ihres Freundes ab. Die ist entscheidend dafür, ob er bereit ist, tiefere Gefühle für Sie zu entwickeln.

Warum sich Männer nicht binden

Das "Verliebt sein" bringt für Männer wenige Verpflichtungen mit sich. Wahre Liebe hingegen bedeutet, mehr Verantwortung zu übernehmen. Außerdem bergen tiefere Gefühle das Risiko, verletzt zu werden. Und manchmal ist das für den Mann einfach im Moment nicht dran.

Männer verlieben sich zwar gern und schnell, aber lieben sie auch richtig? Eine langfristige Liebe dagegen kann den einen oder anderen mit aller emotionaler Verantwortung und Verpflichtung vor eine große Herausforderung stellen. Das mag für Sie als Frau frustrierend klingen.

Aber es besteht kein Grund, deshalb die Flinte in Sachen Liebe gleich ins Korn zu werden. Schließlich verbirgt sich hinter diesem männlichen Verhalten eine gewisse Logik. Wenn Sie diese verstanden haben, gelingt es Ihnen womöglich, ein Männerherz für sich zu gewinnen.

Aus emotionaler Sich besteht zwischen den beiden Geschlechtern ein gravierender Unterschied: Für Frauen ist es wichtig, mit wem sie eine Verbindung eingehen. Kommt der Richtige, lieben sie ihn von Herzen und binden sich emotional an diesen Mann - ganz gleich, in welcher Lebenssituation sie stecken.

Der richtige Zeitpunkt ist ausschlaggebend

Bei den Männern liegt die Sache anders. Für sie ist das wichtigste Kriterium bei der Liebe, wann es passiert. Die Person steht dabei erstaunlicherweise an zweiter Stelle. Der Zeitpunkt ist entscheidend, ob sich Ihr Freund auf eine tiefere Beziehung mit Ihnen einlässt oder lieber wieder reiß aus nimmt.

Psychologen haben in Studien herausgefunden, dass die Männerwelt das Leben in einer Reihe bestimmter Lebensabschnitte wahrnimmt. Ob Ihr Freund in der Lage ist, sich mit Ihnen verbindlich zu verbandeln hängt demnach davon ab, in welchem Lebensabschnitt er sich gerade befindet.

Laut den Wissenschaftlern gibt es fünf Lebensabschnitte, die sich hinsichtlich Beziehungsfähigkeit des Mannes stark unterscheiden:

Phase 1: Lebensabschnitt als Säugling und Kind

In dieser Phase ist der Mensch absolut abhängig von den ihn versorgenden Personen. Ein Säugling und ein Kleinkind haben keine Verpflichtungen gegenüber anderen Menschen.

Phase 2: Lebensabschnitt als Jugendlicher und junger Erwachsener

Langsam beginnt der Mensch unabhängig zu werden. Er macht erste emotionale und sexuelle Erfahrungen, verliebt sich, genießt seine Freiheit, testet die eigenen Grenzen aus. Junge Männer sind deshalb meist auf ihre eigenen Bedürfnissen ausgerichtet und wollen niemandem verpflichtet sein.

Phase 3: Lebensabschnitt der Berufstätigkeit

Damit beginnt der Mensch, Verpflichtungen im Job zu übernehmen und eine Karriere anzustreben.  Dabei sind Einschränkungen der persönlichen Freiheit ganz normal. Das ganze Wirken der Person konzentriert sich auf das berufliche Vorankommen.

Phase 4: Lebensabschnitt mit Heirat und Familienplanung

Wenn der Job funktioniert, die Sache mit dem Geldverdienen geregelt ist, dann denken Männer eher daran, zu heiraten und eine Familie zu planen. Diese Entscheidung bringt für Männer viel an Verpflichtungen und Selbsteinschränkung mit sich. Er ist beruflich gebunden, damit Frau und Kinder versorgt werden.

Phase 5: Lebensabschnitt des Ruhestandes

Die persönliche Freiheit wird jetzt durch das Älter werden mit ersten körperlichen Gebrechen beeinträchtigt. Männer versuchen, körperliche und sexuelle Schwächen mit Geld und Statussymbolen auszugleichen. Manchmal kommt es in dieser Periode nochmal zu einer neuen Familiengründung bei Männern. Im Ruhestand ist Zeit, sich um Frau und Kinder zu kümmern.

Junge Männer und die Selbstfindung

Liebe Frauen, wie Sie bei den verschiedenen Phasen erkennen, handelt es sich beim Lebensabschnitt des jugendlichen Alters um eine Zeit, in der es für einen Mann wichtig ist, "Spaß" zu haben. Seien Sie deshalb nicht enttäuscht, wenn Ihr Freund noch keine enge Beziehung eingehen will. Lassen Sie ihm die Zeit, um diese Entscheidung zu treffen.

In dieser Lebensperiode hat er die Gelegenheit, seine eigenen Interessen auszuleben. Er erkennt in dieser Zeit, worin seine Stärken liegen und was die Schwächen sind. Diese Phase ist ein Abschnitt der Selbsterfahrung. Hier kann ein Mann keine ernsthafte Beziehung eingehen mit all ihren Verpflichtungen. Das würde ihn überfordern.

Die späteren Phasen haben für Männer eine eigenen Qualität. Die oben beschriebene Jungmännerzeit ist geprägt von "vollkommener Freiheit". Wenn Ihr Freund diese Phase hinter sich gelassen hat, kann er sich dem nächsten "verpflichtenden" Abschnitten widmen und eine engere Beziehung eingehen. Wie lange die Phase des Erwachsenwerdens allerdings dauert, hängt von der jeweiligen Person ab.

Denn interessanterweise laufen die einzelnen Lebensabschnitte aus psychologischer Sicht nicht in feststehenden Altersabschnitten ab. Manche Männer leben ihre Freiheit im Alter von 19 und 23 Jahren aus, andere haben diese Phase mit 60 noch nicht abgeschlossen. Ausschlaggebend ist nämlich nicht das Alter der Person sondern der geistige Reifeprozess.

Anscheinend brauchen Männer das Gefühl, einmal in ihrem Leben richtig frei gewesen zu sein. Und hier macht jeder seine eigenen Erfahrungen. Erst wenn Ihr Freund das erlebt hat, kann er sich emotional in einer Beziehung verpflichten. Seine Freiheit nutzt jeder anders.

Es liegt nicht an Ihnen!

Wenn Ihr Freund gerade diese Phase des sich Findens durchläuft, dann werden Sie mit ihm im Moment keine dauerhafte Beziehung aufbauen, obwohl er in Sie verliebt ist und Sie ihm viel bedeuten. Das liegt nicht an Ihnen sondern an seinem Reifeprozess. Er ist noch nicht in der Lage.

Am besten für Sie als Frau ist es jetzt, die Situation zu akzeptieren. Kämpfen Sie dagegen nicht an und machen Sie sich deswegen nicht zu viele Gedanken darüber. Werden Sie auch nicht wütend und aggressiv. Es nutzt alles nichts. Dadurch erreichen Sie nur, dass er sich von Ihnen distanziert.

Bleiben Sie deshalb locker und genießen Sie die Zeit zu zweit, die ja später durchaus in einer ernsthaften, tieferen Verbindung münden kann. Wenn Sie sich darauf nicht einlassen wollen, dann lassen Sie die Finger lieber von der Person. Wenden Sie sich nur einem Mann zu, der die Freiheitsphase bereits abgeschlossen hat.

Wie Sie erkennen, ob Ihr Freund es wirklich ernst mit Ihnen meint, erfahren Sie in dem Artikel "Meint er es ernst - Anzeichen seiner Liebe".  Wie echte Liebesbeweise aussehen, lesen Sie im Beitrag "Starke Liebesbeweise - so können sie aussehen".

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Kommentare

gerd spranger hat gesagt…
Es ist die weibliche Sprache wie etwa "...mit aller emotionaler Verantwortung und Verpflichtung ...", die es Mann schwer macht. Was hat etwa Emotion mit Verantwortung und Verpflichtung zu tun? - Frau versteht das, Mann nicht, denn es sind für ihn zwei Paar Schuhe. Männliche Emotion geht eher in die Richtung - ich will das bzw. ich will diese weibliche Person, ich begehre sie, ihre sexuellen Reize, ihre Ausstrahlung ... und wenn es gut läuft, dann evtl. auch noch ihre Klugheit und ihr Selbstbewusstsein. Findet man nach der sexuellen "Über-Reizung" dann noch gemeinsam zu einer Harmonie, dann hat die Sache Zukunft.

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