Freundschaft mit Liebe verwechseln - Wie Sie Gefühle voneinander unterscheiden

Freundschaft mit Liebe verwechseln
Ist es Liebe oder Freundschaft?
Freundschaft mit Liebe verwechseln - Ist das möglich? Ja, in der Tat. Es gibt Menschen, die auf andere Personen sehr liebenswürdig wirken. Manchmal missverstehen das andere. Sie denken, diese besondere Freudlichkeit gilt Ihnen allein. Darin erkennen Sie, dass bei diesem Thema leicht Missverständnisse entstehen können.
Das Verständnis von Liebe und Freundschaft ist weltweit weitgehend dasselbe. Die damit verbundenen Gefühle sind oft gar nicht so unterschiedlich. Den Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe zu erkennen fällt vielen Personen heute schwer.

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Hinter dem Phänomen Liebe finden Sie viel mehr Geheimnisse, als jeder im allgemeinen vermutet. Liebe bezieht sich nicht nur auf 'Eros', die Bezeichnung für die geschlechtliche Liebe. Warum Freundschaft und Zuneigung genauso dazu gehören erfahren Sie im Buch "Was man Liebe nennt".

Dieser beeindruckende Longseller von C.S. Lewis ist ein Meisterwerk, theoretische und schwer nachvollziehbare Inhalte einfach und anschaulich zu erklären. Dabei geht es um Sympathie für Dinge und Menschen, um Zuneigung, Freundschaft und sexuelle Anziehung.

So mancher sieht dann in der Begegnung mit einem ihm freundlich zugewandten Zeitgenossen dann möglicher Weise mehr, als der andere beabsichtigt. Daran erkennen Sie auch, dass unsere Gesellschaft heute hinsichtlich Liebe und Gefühle in eine Schieflage geraten ist.





Das betrifft ebenso die eigenen Beziehungen und Partnerschaften. Gehen die meisten Paare im Alltag liebevoll miteinander um? Oder ist es eher selten, vom Partner besondere Aufmerksamkeit zu bekommen? Die Geschäftigkeit und der moderne Aktivismus verhindern es oft, sich Zeit zu zweit zu nehmen.

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Manche Personen verbinden das Wort Liebe sofort mit Sex. Sätze wie "Lass uns Liebe machen" oder "Wie steht es mit der Liebe bei dir?" zeigen, auf welche Bedeutung das Wort heute oft reduziert ist. Es geht bei der Unterscheidung von Freundschaft und Liebe um das eigene Verständnis zu beiden Begriffen.

Liebe nur noch mit Sex in Verbindung zu bringen nimmt diesem Begriff seine wahre Bedeutung. Viele Beziehungen beruhen nicht unbedingt auf wahrer Liebe. Freundschaft kann sich dagegen auch durch ein besonders liebevolles Miteinander ausdrücken.

Heute entstehen immer wieder echte Probleme zwischen Partnern, wenn das Verständnis von Liebe in die Schieflage gerät. Das führt dazu, dass emotionelle Abhängigkeiten und Bindungsängste oder Bindungssucht entstehen, es zur Unzufriedenheit in der Beziehung kommt. Aufgrund dessen fällt es vielen Männern und Frauen schwer, eine Beziehung überhaupt erst einzugehen oder mit dem Partner langfristig zusammen zu bleiben.

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Im Folgenden erfahren Sie 8 Umstände, die Sie auf gar keinen Fall mit Liebe verwechseln sollten. Viele Personen fallen immer wieder darauf rein und sind hinterher enttäuscht, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden.

1) Der Unterschied zwischen Liebe und Gewohnheit

Viele Paare denken, wird haben die Gewohnheit zusammen zu sein, deshalb lieben wir uns. Beide haben sich aneinander gewöhnt, verbringen ihr Leben miteinander und haben es aufeinander  eingestellt.  Der Alltag ist gut geregelt, jeder übernimmt seine Aufgaben. Und beide denken, es passt alles zwischen uns beiden. Die Beziehung läuft gut.

Dabei bleiben echte Gefühle für einander häufig auf der Strecke. Viele Menschen wissen nicht mehr, ob sie für einander tief im Herzen echte Liebe spüren oder ob sie aus reiner Gewohnheit zusammen sind. Das aufrüttelnde Empfinden von Verliebtheit nimmt nach der ersten gemeinsamen Zeit ab. Geht diese hormonell ausgelöste Verliebtheit in das tiefe Gefühl der Liebe füreinander über oder bleiben Sie aus Freundschaft weiter zusammen?

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Kaum einer möchte seine bestehende Partnerschaft aufs Spiel setzen. Zu groß ist die Gewohnheit und die persönliche Komfort-Zone. Paare bleiben zusammen, haben hin und wieder etwas Sex miteinander, spüren aber keine echte Liebe mehr für einander. Die Gewohnheit ist aber keine Liebe, sie ist reine Bequemlichkeit.

2)  Der Unterschied zwischen Liebe und Verliebt sein

Partner trennen sich heute rasch, wenn sie keine Schmetterlinge oder kein Prickeln mehr für den anderen spüren. Sie sehnen sich nach den aufregenden Emotionen der Anfangszeit einer Beziehung mit all ihrer Aufregung und Sehnsucht. Was unterscheidet aber dieses erste Verliebt sein von der tiefen Liebe?

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Beim Sich verlieben passiert etwas ganz Besonderes. Beide überwinden eine Mauer, die sonst zwischen zwei Menschen besteht und sie legen ihre Masken ab. Es ist etwas Wunderbares, sich ohne Wenn und Aber für einen anderen Menschen zu öffnen. Hält dieser Zustand an, dann haben Sie sich in jemanden anders verliebt. Intimität zwischen Ihnen beiden entsteht.

Die Mauern einreißen und den anderen erkennen bedeutet, sich zu verlieben. Und das ist nur einmal mit der gleichen Person möglich. Darin liegt die Einmaligkeit ,sich in einander zu verlieben. Dieser Prozess ist abgeschlossen, wenn Sie zum ersten Mal das für Sie Besondere und Wertvolle der anderen Person entdeckt haben.

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In langjährigen Beziehung ist es jedoch möglich, über die Zeit neu entstandene Mauern wieder einzureißen und sich wieder ganz neu zu entdecken und zu begegnen. Auf diese Weise kann in leblos gewordenen Ehen beispielsweise ein zweiter Frühling entstehen. Der bekannte Spielfilm Mr. und Mrs. Smith zeigt, was dann passiert.

Echte Liebe ist nichts Kurzfristiges. Kein leidenschaftliches Aufflammen von vorrübergehenden  Emotion. Sie ist ein langanhaltendes, tiefes Gefühl und die emotionale Verbindung zu einer anderen Person. Paare, die diese Grundstimmung für einander empfinden, spüren tiefe Liebe für einander.

Wer sich in einer Beziehung eher das Gefühl des verliebt seins wünscht läuft Gefahr, die bestehende Partnerschaft falsch zu bewerten. Vielleicht bereut diese Person nach einiger Zeit, sich vom Partner getrennt zu haben aufgrund neuer Verliebtheit zu jemanden anders.

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Immer wechselnde Partnerschaft kommen häufig bei Personen vor, die süchtig sind nach dem Moment sind, die Mauer bei einem neuen Partner nieder zu reißen. Tiefe und echte Liebe hat damit aber nichts zu tun. Betroffene werden zu Gefangenen des eigenen Wunsches, diese Situation immer wieder zu erleben.

3) Der Unterschied zwischen lieben und gern haben

Mögen Sie Ihren Beziehungspartner oder lieben Sie ihn wirklich? Mit dem Partner ein schönes Leben zu führen und ihn sehr gern zu haben heißt noch nicht, dass Sie ihn lieben. Viele Beziehungen beruhen darauf, den anderen gern zu haben. Das ist für viele Männer und Frauen eine bessere Option als ihr Leben als Single allein zu verbringen.

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In diesen Partnerschaften herrscht meist der Wunsch vor, nicht allein und ohne Mann oder Frau zu leben. Das echte und tiefe Liebesgefühl für eine andere Person empfinden beide aber nicht. Es scheint nicht so wichtig zu sein. In diesen Verbindungen heißt es "Sie ist eine gute, hilfsbereite Frau", "Meine Freundinnen wären froh, so einen Partner zu haben" oder "Wir achten einander und fühlen uns wohl zusammen".

Tief im Herzen empfinden Männer und Frauen manchmal einen Mangel. Dieser Mangel liegt darin, dem anderen wirklich ganz nahe sein zu wollen. Mit jemanden, den Sie wirklich lieben, wollen Sie die wichtigen Momente Ihres Lebens teilen. Und zwar nur mit ihm und mit niemandem sonst. Jemanden zu mögen bedeutet, er ist austauschbar, aber eben nicht einzigartig für Sie.

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Wollen Sie wissen, ob Sie Ihren Partner lieben oder doch nur mögen? Dann werden Sie sich klar darüber, ob Sie gern ohne ihn sind oder ob Sie ihn in emotionalen Situationen vermissen. Und wenn Sie es nicht mit "ja, ich sehne mich nach ihm" beantworten können, dann leben Sie vielleicht eher eine Freundschaft als eine echte Liebesbeziehung.

4) Der Unterschied zwischen Liebe und Selbstlosigkeit

Liebe muss dem eigenen Partner nicht selbstlos jeden Wunsch erfüllen. Es stimmt nicht, dass Sie ein schlechter Beziehungspartner sind, wenn Sie manchmal auch an sich selber denken. Das ist absolut notwendig, um in der eigenen Balance zu bleiben. Das heißt nicht, dass Sie nur an sich denken und den anderen dabei vergessen.

Sie dürfen auch in einer Partnerschaft eigene Bedürfnisse haben. Es ist wichtig, die eigenen  Ansprüche an Ihren Partner auf respektvolle Weise zu formulieren. Der andere kann Sie nur dann verstehen, wenn Sie ihm Ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen mitteilen. Sie sollten nicht selbstlos schweigen in der Meinung, den anderen nicht zu belästigen.

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Jede gelingende Beziehung beruht für beide darauf, zu geben und zu nehmen. Das erfolgt im positiven Falle von ganz allein. Es ergibt sich von selbst, dass einmal der Eine etwas für den anderen macht und das nächste Mal umgekehrt. Nur so kann bedingungslose Liebe funktionieren. Dem anderen etwas zu geben, damit man im Gegenzug von ihm etwas Bestimmtes bekommt bedeutet, Hintergedanken zu haben.

In Beziehungen, die auf echter Liebe basieren, geben und nehmen die Partner aus freiem Herzen. Sie fühlen sich nicht dazu verpflichtet und haben kein schlechtes Gewissen. Es ist ihnen ein Herzensanliegen, dem anderen Gutes zukommen zu lassen oder verwöhnt zu werden. Eine Gegenleistung spielt keine Rolle. Dieses Verhalten beruht auf Gegenseitigkeit.

Fragen Sie sich selber, auf welcher Basis Ihre Beziehung funktioniert. Geben Sie dem anderen etwas, um von ihm etwas zurück zu bekommen oder geben Sie uneigennützig ohne Hintergedanken?

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5) Der Unterschied zwischen lieben und sich etwas vormachen

Das Bedürfnis nach Liebe hat jeder Mensch von Natur aus. Der Wunsch, ein schöne Beziehung mit viel Zweisamkeit und Nähe zu führen ist legitim und menschlich. Dazu gehören auch Zärtlichkeit und gegenseitige Wertschätzung, die eine echte Liebesbeziehung mit sich bringen.

Männer und Frauen auf der ganzen Welt sehnen sich danach, dass die eigenen Bedürfnisse in dieser Hinsicht partnerschaftlich gestillt werden. Jeder sucht den einen Menschen, die eine Person, mit der das gelingt.

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Diese starke Sehnsucht führt manchmal dazu, im anderen das zu sehen, was man sehen möchte. Dabei kommt es vor, dass man sich etwas vormacht. Diese sogenannte Projektion ist aber nicht das, was der angehimmelte Mann oder die ersehnte Frau wirklich darstellt. Es sind die eigenen Wünsche, die hier Gestalt annehmen sollen.

Ein Beispiel für diese Situation: Peter, ein 30-jähriger Büroangestellter. Er hatte noch nie eine wirkliche Beziehung. Die meisten seiner Freunde sind bereits verheiratet und haben Familie. Er wünscht sich das auch von Herzen.

Deshalb sucht er per Annonce eine Partnerin. Es meldet sich die gut aussehende Miriam. Beide treffen sich und stellen fest, den gleichen Wunsch zu haben: eine langfristige Beziehung. Beide spüren auf Anhieb große Sympathie für einander.

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Bereits nach dem zweiten Treffen mit Miriam sagt Peter, er liebe seine neue Freundin. Aber ist das wirklich möglich nach so kurzer Zeit? Oder geht es bei ihm eher darum, seinen eigenen drängenden Wunsch nach einer festen Partnerschaft endlich verwirklicht zu sehen?

Viele Menschen unterliegen oft einer Selbsttäuschung. Sie machen sich vor, jemanden zu lieben. Aber in Wirklichkeit geht es nur darum, die eigenen Bedürfnisse mit möglichst geeigneten Kandidaten auszuleben.

Auf einer Projektion beruhende Verbindung gehen meist rasch zu Ende. Sobald der Mensch kommt, der die wahre Liebe im anderen auslöst, geht die Beziehung zu Ende. Vielleicht bleibt Freundschaft zurück, vielleicht aber auch nicht.

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Bei dem Wort Liebe gibt es zwei Varianten zu unterscheiden. Die eine bezieht sich auf das Empfinden einer allgemeinen Liebe, die nicht personenbezogen ist. Die andere Variante betrifft einen ganz besonderen Menschen. Beide Liebesarten können nebeneinander bestehen.

Die allgemeine, nicht personenbezogene Fähigkeit erlaubt es Ihnen, alles und jeden zu lieben. Ganz gleich, wie jemand darauf reagiert. Sie können Ihre Katze lieben oder Ihre Mitmenschen. Experten sagen, der Mensch wendet diese Fähigkeit an, wenn er die eigenen Bedürfnisse auf jemanden anders projiziert.

Die echte Liebe hingegen zu einer bestimmten Person bezieht sich nur auf diese eine Frau oder diesen einen Mann. Dieser Mensch hat die Liebe in Ihnen ausgelöst. Dabei geht es Ihnen nicht mehr voranging um die Verwirklichung der eigenen Wünsche. Es ist die Person, die Sie fasziniert.

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Es ist deshalb empfehlenswert, nicht unbedingt auf Partnersuche zu gehen. Sie sind dann nämlich zu sehr auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse ausgerichtet, die die andere Person erfüllen soll. Mischen Sie sich lieber unters Volk und warten Sie eine Begegnung ab, die ohne planvolles Suchen geschieht. Bleiben Sie geistig und seelisch offen für jene Person, die wirklich zu Ihnen passt.

6) Der Unterschied zwischen Liebe und reinem Sex

Bei der Liebe geht es auch um Berührungen und Sex. Diese starken Motivatoren schenken Paaren ein wunderbares Gefühl und gehören zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Die körperlichen Aspekte einer Beziehung sind wichtig aber nicht die einzigen Dinge, die sie ausmacht. Sie müssen unterscheiden zwischen der körperlichen Anziehung und der echten Liebe.

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Die körperliche Anziehung ist sozusagen das Ausgangsfundament für jede Liebesbeziehung. Ohne dieser sexuellen Anziehungskraft entsteht selten eine echte Liebe. Im zweiten Schritt führt sie häufig zur emotionalen Bindung. Das passiert nicht in jedem Fall. Wenn ja, dann haben sich zwei Seelen miteinander verbunden. Diese Partnerschaft geht dann über das rein Körperliche hinaus.

Viele Männer und Frauen denken, dass das Gefühl von körperlicher Anziehung echte Liebe sei. Sie mögen den Sex und die Berührungen mit der anderen Person sehr und denken, sie deshalb über alles in der Welt zu lieben. Dabei fehlt allerdings eine sehr wichtige Komponente der echten Liebe.

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Das ist das Bedürfnis, mit dem Partner etwas anderes als Sex erleben zu wollen. Über das körperliche Miteinander hinaus entsteht keine emotionale Bindung. Bestehen Ihre Treffen nur aus sexuellen Handlungen mag Ihnen das mit der Zeit zu öde vorkommen. Sie sehnen sich wahrscheinlich nach einer echten und tieferen Begegnung. Machen Sie sich selber nichts vor und erkennen Sie rechtzeitig, wenn Ihre Gefühle bei einer Affäre auf der Strecke bleiben.

7) Der Unterschied zwischen echter Liebe und Symbiose 

Die früher klar definierten Rollenverteilungen in Beziehungen sind in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr vorhanden. Männer und Frauen hatten früher festgelegte Aufgaben in einer Partnerschaft. Heute sind beide gleichberechtigt. Die typisch männliche oder weibliche Rolle gibt es kaum mehr.

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Beide Partner tragen zum finanziellen Lebensunterhalt bei, übernehmen Aufgaben im Haushalt und bei der Kinderbetreuung. Das heutige Beziehungsverständnis hat sich zu früher deutlich gewandelt. Ältere Generationen leben dagegen häufig noch die alten Muster von Mann und Frau. Von den jungen Paaren wird erwartet, dass beide alle Aufgaben gemeinsam bewältigen. Das Geschlecht ist dabei unbedeutend.

Das Beziehungsverständnis vorangegangener Generationen kannte eine klare Rollenverteilung. Dadurch entstand eine Symbiose. Bei diesem Modell hatte beide ihre ganz speziellen Aufgaben in der Lebensgemeinschaft, die auf diese Art gut funktionierte.

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Dadurch kam es zur gegenseitige Abhängigkeit. Auf Dauer konnte der Eine nicht mehr ohne den Partner, sodass man in jedem Falle lieber zusammen blieb. Eine Trennung gab es selten, obwohl es genauso häufig wie heute zu Konflikten und Auseinandersetzungen zwischen beiden kam.

Heute ist es für Paare ebenso schwierig, dass jeder für sich nach der Scheidung wieder allein zurecht kommt. Frühere Generationen kannten allerdings größere Abhängigkeiten von einander - gerade in finanzieller Hinsicht. Eine derartige Symbiose verhinderte häufig die Trennung.

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In modernen Verbindungen kann es ebenso zu Abhängigkeiten der verschiedensten Varianten kommen. Die Gründe sind finanzieller, emotionaler oder gesellschaftlicher Art. Ganz gleich, welche Umstände hier zu Grunde liegen. Beide oder einer der Partner verlernen es im Laufe des gemeinsamen Zusammenlebens, sich allein im Leben zurecht zu finden. Hier ist manchmal nicht mehr die Liebe das gemeinsame Fundament. Als Ersatz dafür dient die gegenseitige Abhängigkeit.

Solche Beziehung erleben viele Höhen und Tiefen miteinander und können eine lange Zeit überdauern. Wirkliches Liebesglück und tiefe Gefühle bleiben hier aber oft auf der Strecke. Deshalb stellt sich die Frage, ob solche Verbindungen wirklich gut sind für den Einzelnen. Das Zusammensein beruht dabei auf Abhängigkeit und nicht auf Freiwilligkeit. Letzteres ist aber die Voraussetzung dafür, frei und aus ganzem Herzen zu lieben.

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Viele Menschen haben in solchen Partnerschaften Angst davor, allein zu sein. Sie denken, sie würden mit Ihrem Leben nicht zurecht kommen, wenn der andere nicht mehr da ist. Sie zahlen einen hohen Preis. Sie verzichten auf echte und tiefe Gefühle der Liebe zu einem anderen Menschen. Bedingungslose Zuneigung ist kaum vorhanden. Sie verbringen mit dem Partner bestenfalls ein Leben in Freundschaft.

Eine symbiotische Verbindung mag einem Menschen Sicherheit geben. Die Basis ist aber immer eine Abhängigkeit. Der vermeintlich "sichere Hafen" in einer solchen Ehe kann leicht zum Gefängnis werden.

Es ist deshalb für Partner in Beziehungen stets erstrebenswert, sich nicht vom anderen abhängig zu machen. Diese Art der eigenen Unabhängigkeit macht eine freie und liebevolle Begegnung zueinander erst möglich.

8) Der Unterschied zwischen Liebe und Besessenheit

Kein Mensch möchte auf Dauer allein bleiben oder womöglich es an seinem Lebensende sein. Von Anfang an eines menschlichen Lebens besteht ein intensive Beziehung zu jemand anderem. Für das Neugeborene ist es die Mutter, in deren Körper der neue Mensch neun Monate lang dicht unter ihrem Herzen heranwächst. Enger können Menschen kaum miteinander verbunden sein.

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Die Geburt ist ein einschneidendes Erlebnis und trennt diese intensive Verbindung. Mutter und Kind bleiben noch ein paar Jahre in enger Verbindung zu einander. Danach beginnt der junge Mensch, sich mehr und mehr abzunabeln und eigene Wege zu gehen. Und dabei steht die Suche eines neuen engen Partners im Mittelpunkt, um die persönliche Isolation zu überwinden und auf Dauer nicht allein zu sein.

Liebe kann dann zur Besessenheit werden, wenn ein Mensch auf übertriebene Weise sein Bedürfnis nach einem Gegenüber auslebt. Dabei kommt es dazu, dem Partner ständig und immer sehr nahe sein zu wollen und den anderen extrem einzuengen. Diese Art einer Besitznahme einer anderen Person ist ungesund und weit entfernt von echter Liebe.

Betroffene empfinden die eigene Besessenheit als belastend. Aber sie haben oft keine andere Wahl als sich so zu verhalten. Der Zustand, allein und einsam zu sein ist für sie dermaßen Angst einflößend. Deshalb versuchen sie alles, um das zu verhindern und überschreiten dabei leicht gewisse Grenzen. Schnell wird der neue Partner zum eigenen Lebensinhalt.

Sie haben neun unterschiedliche Varianten kennengelernt, die manchmal als Liebe verkannt werden, es aber nicht sind. Diese Irrwege sind häufig Folgen von emotionaler Instabilität. Dabei fühlen sich betroffene Personen selten wirklich wohl. Solche Beziehungen zerbrechen oder die Partner sind in diesen Verbindungen nicht wirklich glücklich.

Deshalb ist es empfehlenswert, eine eigene emotionale Schieflage zu überwinden. Dadurch sind Sie in der Lage, jemandem anders frei und unbefangen zu begegnen und echte Liebe und Harmonie zu erfahren. Liebe mit Freundschaft zu verwechseln ist nicht mehr nötig.

Die eigene emotionale Instabilität zu überwinden ist die Voraussetzung für das persönliche Beziehungsglück. Wie Sie das erreichen können, erfahren Sie in folgendem Kurs:

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