Er will keine Beziehung aber küsst mich

Keine Zeit für Beziehung haben – Gründe und Verhaltenstipps

Keine Zeit für Beziehung haben ist häufig der Anfang für das Ende derselben. Dabei ist der Prozess ein schleichender, denn eigentlich fing alles so gut an und die Partnerschaft hält nun doch schon ein paar Jahre. Aber wie so häufig im Leben ändern sich die Dinge. Der berufliche Druck und Anspruch wächst und auch die Phase des heftigen Verliebt-Seins ist abgeklungen. Doch der Reihe nach.

Die erste Phase inniger Zweisamkeit

Wie schön war doch das erste Kennenlernen, jene stürmische Phase, in der Sie einfach nicht voneinander lassen konnten. Jeder Blick und jede Berührung elektrisierte Sie. Endlose Gespräche reichten bis tief in die Nacht, und Zweisamkeit verbrachten Sie so viel nur irgend möglich war. Wie konnte es aber dazu kommen, dass keine Zeit für die Beziehung mehr war?

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Keine Zeit haben fängt mit Verpflichtungen an

Nun ja, von Luft und Liebe allein lässt es sich nicht leben, auch wenn dieser Liebestrunk wie eine Droge auf uns wirkt. Für andere Dinge sind wir kaum mehr ansprechbar. Zu zweit verbrachten Sie viele gemeinsame Stunden auf Wolke Nummer sieben. Irgendwann aber haben Sie realisiert, es gab und gibt auch noch ein Leben außerhalb der Beziehung.

Freunde in die Beziehung einbinden

Bekannte, beste Freude und Freundinnen, Familie und Beruf lassen sich auf Dauer nicht ausschließen. Es ist nicht so, dass Sie keine Zeit für Beziehung mehr haben, doch einfach etwas weniger. Gleiches stellt Ihr Lebenspartner fest und langsam festigen sich Strukturen in Ihrem Miteinander.

Eine neue Qualität der Beziehung

Ihre Liebe findet eine neue Qualität und Balance, geht in eine neue Phase über. Sie sind miteinander vertraut und ihr Verstehen ist ohne Worte möglich. Sie haben ihren Kreis an Freundinnen und Freunden abgesteckt und sie gemeinsam kennengelernt und in ihr soziales Leben integriert. Das funktioniert bestens und Sie sind weit davon entfernt, keine Zeit für Beziehung mehr zu haben.

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Die Beziehung nach außen öffnen

Es gibt kein Rezept dafür, wie sich Beziehungen langfristig gestalten. Es ist ein gemeinsames Abwägen, wie viel Zeit Sie für die Beziehung haben. Wir alle sind in einem Netzwerk aus Freundschaften und Kantakten, aus Familie und Beruf eingebunden. Auch Hobbys zählen zu den uns wichtigen Bereichen, auf die wir dauerhaft nicht verzichten möchten. Und diese für uns positiv besetzten Verpflichtungen müssen auch in der Beziehung ihren Raum finden.

Die richtige Balance finden

Einen gemeinsamen Weg in der richtigen Balance von Zweisamkeit und Eigenständigkeit zu finden, ist darum für eine langfristige Beziehung wichtig. Geht jeder seinen eigenen Hobbys nach, pflegt seinen eigenen Bekanntenkreis, ohne dabei den Partner – zumindest in Teilbereichen – mit einzubinden, ist die Beziehungskrise vorprogrammiert. Man will ja nicht in die Verlegenheit kommen, keine Zeit für Beziehung haben zu können. Sprechen Sie Differenzen zeitnah an.

Beziehung: Ein Geben und Nehmen

Beziehung ist immer ein Geben und Nehmen. Lassen Sie sich ein wenig auf die besonderen Interessen ihres Partners ein. Macht er dasselbe, sind sie auf einem guten Weg. Loten Sie aus, wie viele Zeitfenster Sie gemeinsamen und auch getrennten Aktivitäten öffnen möchten und setzen Sie dabei bewusst Prioritäten der Zweisamkeit. Sie vermeiden damit unnötige Belastungen in ihrer Beziehung.

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Zu wenig Zeit in der Beziehung – Alltäglichkeiten passieren

Ob er mal später von der Arbeit kommt, etwa weil er im Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen noch auf einen Absacker geht, oder Sie selbst sich mit besten Freundinnen treffen, so viel private Zeit muss sein. Eine kurze Mitteilung, eine WhatsApp, reicht dabei aus. Sie können gleichzeitig ja einen Abend der Zweisamkeit vorschlagen; „wie wär’s mit Kino am Freitag?“ Es ist wie so vieles eine Frage der Kommunikation und Gewichtung.

Die Stimmung oben halten

Nicht immer schaffen Sie es, alle Verpflichtungen und Verabredungen einzuhalten. Das ist kein Problem, lassen Sie es nicht zu einem Stressfaktor in der Beziehung werden. Es bedeutet ja nicht gleich keine Zeit für Beziehung zu haben. Wichtig ist es, den Stimmungspegel oben zu halten und sich bewusste Zeit für Zweisamkeit nehmen, im Gespräch zu bleiben und Momente der Zärtlichkeit zu pflegen.

Kein Abstellgleis-Gefühl

Sie und Er wollen die Liebe leben und sich nicht auf das Gleis der Vernachlässigung abgestellt fühlen, selbst wenn der Alltag Sie in Atem hält. Zugleich belebt es die Partnerschaft, hat jeder von ihnen etwas zu erzählen aus dem eigenen Erleben heraus. Das bringt Farbe und Abwechslung in ihre Beziehung und jeder von ihnen wächst in seiner Persönlichkeit.

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Eine Trennung kündigt sich an

In der ersten Phase der Sturm- und Drangzeit kann es ja gar nicht anders sein: Love forever! Undenkbar, dass der Lebens-Alltag jemals dominierend sein könnte. Raus aus dem Alltag und hinein in das Leben und in die Liebe heißt die Devise.

Aber die Jahre gehen vorüber, im Job tragen Sie Verantwortung und vielleicht haben Sie ja auch einen heranwachsenden Nachwuchs. Alles verlangt Aufmerksamkeit und Hingabe, wie das Leben eben so spielt und Sie laufen Gefahr, keine Zeit für Beziehung zu haben.

Im Kopf ist alles klar

Natürlich ist Ihnen bewusst, dass ihre Beziehung Zeit und Aufmerksamkeit braucht. Doch haben Sie häufig den Eindruck, an der Belastungsgrenze zu stehen. Unternehmungslustige Freunde und Freundinnen, der Sportverein, Kinder und ihre Verpflichtungen, eine fordernde Chefin … ein Berg voller Aufgaben.

Und gerade jetzt ist es wichtig, sich auf ihre Prioritäten zu besinnen, auf ihre Beziehung, bevor Sie keine Zeit für Beziehung haben und ihnen diese entgleitet. Vielleicht müssen Sie jetzt lernen auch mal ‚Nein‘ zu sagen um Zeit für Herzens-Momente zu finden.

Herzens-Momente schaffen

Platz für Zweisamkeit und Herzens-Momente findet sich meist bei gemeinsamen Spaziergängen, Ausflügen und Unternehmungen. Was ist ihr Lieblingsplatz, ihr Lieblingsort, ihr besonderes Lokal? Wo haben Sie sich kennen gelernt, besondere Momente erlebt. Knüpfen Sie an diese positiv besetzten Erlebnisse und Orte an, schaffen Sie Raum für Herzens-Momente. Es sind Investitionen in ihr Lebensglück und schenkt ihnen neue Energie.

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Alleinsein ist nicht gut

Ja, Sie leben in einer Partnerschaft, fühlen sich aber doch allein gelassen. Viel zu oft fühlen Sie sich auf sich selbst gestellt und besondere Momente sind Mangelware. Ihre Partnerschaft gerät in Schieflage und Sie ertappen sich selbst dabei, andere Männer oder Frauen etwas länger als nötig Aufmerksamkeit zu widmen. Sie merken, dass es immer wieder zu kleinen und größeren Steitigkeiten kommt, die Harmonie ist weg. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Keine Zeit für Beziehung haben ist nicht gut, Alleinsein ist nicht gut.

Hilfe, ich habe mich verlaufen

Häufig ist ein Partner ‚im Leben‘ mehr eingebunden, ob beruflich oder privat. Der andere sitzt dann meist zwangsläufig über Stunden hinweg zuhause fest, fühlt sich allein gelassen und kommt ins Grübeln. Die Gedanken verfestigen sich uns artikulieren sich letztlich in Vorwürfen, häufig unbewusst. Er erlebt ‚diese Übergriffe‘ als ungerechtfertigt und schon ist Sand im Beziehungsgetriebe, sie wird zunehmend als belastend empfunden. Hilfe, ich habe mich verlaufen.

Einseitige Investitionen

Liebe lebt von Aufmerksamkeit und braucht sie auch. Was aber, wenn sich eine Seite immer mehr als die Gebende fühlt, wenn von ihm oder von ihr nichts mehr kommt? Früher war alles so einfach, alles so selbstverständlich, hat sich alles so gut angefühlt. Und heute? Sie stellen sich Fragen, sehen Defizite, fühlen sich womöglich ungeliebt. Sie haben es einfach übersehen, Sie haben keine Zeit für Beziehung, für besondere Momente. Die Zeichen stehen auf Sturm, kalte Gewitterwolken türmen sich auf, da braut sich was zusammen.

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Gleiches Recht für beide

Sie sind enttäuscht, Vorhaltungen sprießen wie Unkraut im Beziehungsgarten. Zuerst bemerken Sie es kaum, doch scheinbar über Nacht fängt es zu wuchern an und beginnt die schönen Beziehungsseiten zu überdecken. Sie überlegen mehr und mehr, eigene Wege zu gehen. Zeit für Beziehung ist schon lange nicht mehr. Vielleicht ergeben sich auch neue Bekanntschaften, oder neue Perspektiven für ihr Glück, wer weiß?!

Dem Sog von unten entkommen

Sie entkommen ihren Gedanken kaum noch, es verfolgt, belastet Sie. Von ihm oder von ihr kommt so wenig, bemerkt es der Partner denn gar nicht? Ist dieser Prozess vorübergehend, dann ist alles halb so schlimm, verfestigt er sich aber über Wochen, über Monate, dann haben Sie ein ernstes Beziehungsproblem. Erinnern Sie sich wieder an ihr Engagement für die Beziehung und erinnern Sie auch ihren Partner, ihre Partnerin daran. Drehen Sie Vorwürfe in das Positive. Also nicht: Schatz Du hast schon lange nicht …“, sondern: „Schatz es wäre doch schön, wenn wir ….“

Gewohnheiten durchbrechen

Es ist manchmal an der Zeit mit alten Gewohnheiten zu brechen. Sie sind nämlich tückisch für uns, häufig bemerken wir sie nicht einmal. Auch darum ist eigentlich Partnerschaft so wichtig für uns, sie bringt uns von Zeit zu Zeit aus den gewohnten Trott. Unternehmen Sie etwas neues, gehen Sie mal in ein Theater, ein Konzert, ein Musical. Öffnen Sie sich gemeinsam für neue Perspektiven, sprechen Sie über ihre Träume und Wünsche, haben Sie welche?

Was tun, wenn vom Partner nichts mehr kommt?

Wenn beiden Partnern prinzipiell – also auch in einer nicht ganz so einfachen Phase – weiterhin bewusst ist, dass es mittel- und langfristig ein ausgewogenes Verhältnis von ‚Engagement für die Beziehung‘ und ‚Eigenständigkeit‘ braucht, damit die Liebe von Dauer ist und sich keiner entweder alleine gelassen oder eingeengt fühlt, dann gelingt es auch, eine (kürzere) Phase von Unausgewogenheit heil zu überstehen.

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Ändern Sie die Vorzeichen

Haben Sie das Gefühl, ihre Beziehung führt immer mehr in eine Sackgasse, dann ändern Sie die Vorzeichen. Jedes Ding hat ja bekanntlicher Weise zwei Seiten. Und auch Probleme haben eine zweite Seite, wenn Sie die Perspektive wechseln. Aus dem Gefühl zu wenig Zeit zu haben oder zu wenig Aufmerksamkeit zu bekommen heißt im Umkehrschluss, mehr Zeit schaffen zu können und mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Gehen Sie in sich, was hat Sie an ihrer Beziehung fasziniert.

Fangen Sie zu spielen an

Nicht im Ernst des Lebens liegt das Glück, sondern im Spiel des Lebens. Legen Sie die gefühlte Schwere ab, machen Sie ein Spiel daraus und laden Sie ihren Partner zu einem gemeinsamen Spieleabend ein. Das Motto könnte etwa heißen, was oder welche Zeit hat in der Beziehung am meisten Freude bereitet. Was hat Sie am meisten bereichert, sie am besten nach vorne gebracht? Jeder sollte wenigstens drei Vorschläge machen. Sprechen Sie darüber, fangen Sie an wieder positiv zu denken und zu planen.

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Die Kunst der Verführung

Seien Sie gut zueinander, sagen Sie, was Sie an ihrem Partner, an ihrer Partnerin schätzen. Fangen Sie bewusst an, Komplimente zu machen, öfters Danke zu sagen, sich mit Achtung und Aufmerksamkeit zu begegnen. Nichts ist selbstverständlich, in allen Situationen ist auch das Besondere zu finden. Keine Zeit für Beziehung haben bedeutet in ihr nichts Besonderes mehr zu sehen. Ändern Sie die Perspektive und vergessen Sie nicht, die Dinge positiv zu formulieren.

Nehmen Sie sich selbst und ihren Partner wichtig

„Sie sind es sich selbst schuldig …“, ja was? Beantworten Sie diese Frage ganz in Ruhe für sich selbst. Was sind Sie sich schuldig und warum? Es hat ganz eng etwas mit ihrem Selbst-Wert zu tun. Achten Sie sich selbst und übertragen Sie diese Matrix dann auch auf ihren Partner. Er ist der besondere Mensch, ihr Gegenüber, ihr Lieblingsmensch. Sie sind es sich selbst und ihm schuldig.

Fazit

Es liegt natürlich auf der Hand: Keine Zeit für Beziehung haben ist zugleich ihr Ende. Dennoch können Lebensumstände dazu beitragen, dass die Beziehung unter Zeitmangel leidet. Beziehung aber ist kein Investment, dass man gut angelegt wachsenden Kursen überlässt.

Den Kurs bestimmen wir selbst und die Währung sind tägliche Aufmerksamkeiten. Gerade dann, wenn es zeitlich mal eng wird, sind sie umso wichtiger. Sie sind es sich selbst und ihrem Lieblingsmenschen schuldig, gelegentlich Zuflucht auf den Inseln der Zweisamkeit zu nehmen.

Seien Sie kein getriebener, sondern ein handelnder Mensch. Setzen Sie die richtigen Prioritäten für die Zukunft, für sich selbst und ihren Lieblingsmenschen.

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